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SaarForst verhilft Wildkatzenbabys zur Freiheit

Hier die ganze Geschichte, die zeigt, dass SaarForst nicht nur Holz machen kann:

Im Herbst vergangenen Jahres wurden zwei vermeintlich verwaiste Hauskatzen-babys von Spaziergängern im Raum Weiskirchen zur Aufzucht mit nach Hause genommen. Bald stellte sich heraus, dass es sich bei den Jungtieren aber nicht um Hauskatzen, sondern um Wildkatzen handelte. Das daraufhin um Hilfe gebetene Umweltministerium stellte einen Kontakt zwischen Finder und dem Wildkatzenexperten Manfred Trinzen in die Eifel her.

Hier wurden die kleinen Wildkatzen bis Mitte Juni 2012 von Manfred Trinzen und der Biologin Sylvia Mentzel solange dann aufgezogen, bis das Geschwisterpaar (Bruder und Schwester) zur Wiederauswilderung bereit war. Diese sollte natürlich in der Umgebung geschehen, in der sie vorher aufgefunden wurden. So entstand eine Kooperation zwischen den Experten in der Eifel, dem Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und dem SaarForst Landesbetrieb.

Die Auswilderung fand schließlich im Naturparkrevier – also nahe dem Fundort – statt. Der dort zuständige Forstingenieur und SaarForst-Mitarbeiter, Tino Hans, kümmerte sich sehr engagiert um die ganze Aktion. In einem Altholzbestand, der den Tieren ausreichend Versteckmöglichkeiten bietet, wurde ein ca. 16 qm großes, mobiles Auswilderungsgehege mit Schlafbox aufgestellt. Die beiden Wildkatzen wurden dort vorübergehend untergebracht. Kleine Bäumchen und Totholzstücke machten das Gehege ein wenig attraktiver. Zu fressen bekamen die beiden Wildkatzen täglich ein Kilogramm frisches, mageres Rindfleisch, was sie trotz Umzugsstreß sofort annahmen.

Nach einer Woche Eingewöhnung im Gehege wurde den sehr scheuen Tieren, die bis dahin nur für Augenblicke beobachtet werden konnten, die Türe in die Freiheit geöffnet.

Von nun an dokumentierte eine Wild-Kamera das Verhalten der Tiere. So konnte festgestellt werden, dass der Kuder am zweiten Tag das Gehege verließ. Hiernach folgte eine Zeit der Unsicherheit für das weibliche Tier, in der es nur wenig Futter aufnahm. Schließlich konnte durch die Fotos belegt werden, dass in der vierten Nacht nach dem Öffnen der Türe der Kuder wieder um das Gehege schlich und anschließend auch die weibliche Katze aus dem Gehege verschwand. Er hat sie sozusagen abgeholt.

Damit war der Erfolg der Wiederansiedlung besiegelt. Bleibt zu hoffen, dass sich die Tiere in ihrer neuen/alten Heimat schnell eingewöhnen.

Den Weg in die Wildkatzen-Freiheit hat eine spezielle Wild-Kamera dokumentiert:

Die „Moral von der Geschichte“: 

Es ist zwar gelungen, die Jungtiere erfolgreich aufzupäppeln und ihnen die Freiheit wiederzugeben. Dennoch appelliert der SaarForst an Waldbesucher und Spaziergänger Jungtiere möglichst in ihrem Lebensraum zu belassen, da diese häufig auch außerhalb des eigentliches Nestes oder Brutraumes noch von den Eltern versorgt werden.


 
 

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