Nachdem der Schwarzstorch bereits im Jahr 2011 erstmals im Nordsaarland einen Horst errichtet und erfolgreich eine Brut niedergebracht hat, freuen sich der SaarForst Landesbetrieb und der Ornithologische Beobachterring Saar sehr, dass auch in 2012 eine erfolgreiche Schwarzstorchbrut vermeldet werden kann.

Foto: Carsten Rohde, Mai 2012
Bereits im Mai wurden die Jungstörche von Carsten Rohde, Schwarzstorchexperte aus Mecklenburg-Vorpommern, beringt. Bis Anfang Juli werden die Jungvögel ausfliegen, um ihren beschwerlichen Flug nach Afrika anzutreten. SaarForst und die saarländischen Ornithologen hoffen auf ein „Comeback“ im nächsten Jahr.
Informationen zum Schwarzstorch:
Der Schwarzstorch, der wie sein bekannterer Vetter Weißstorch jedes Jahr nach Afrika zum Überwintern fliegt, ist eher ein scheuer Vogel. Er reagiert empfindlich auf Störungen durch Menschen in Brutplatznähe, vor allem zu Beginn der Brutzeit. Unter Umständen wird der Brutplatz sogar verlassen. „Aus diesem Grund wird der genaue Standort des Horstes geheim bleiben müssen, um den Bruterfolg nicht zu gefährden“, so Dr. Volker Wild vom SaarForst Landesbetrieb. „Zum Schutz des Schwarzstorches haben wir eine Horstschutzzone von 300 m Radius um den Brutbaum eingerichtet, um Störungen durch forstliche Arbeiten zur Revierbesetzungs- und Brutzeit von Anfang März bis Ende August zu reduzieren.“
Die von SaarForst bereits seit einigen Jahren durchgeführten Maßnahmen zur Renaturierung von Fließgewässern und Anlage flacher Tümpel helfen ebenfalls dem Schwarzstorch, da sie das Nahrungsangebot im Brutgebiet verbessern. Die im saarländischen Staatswald verfolgten Naturschutzziele auf der Grundlage der Waldbewirtschaftungsrichtlinien haben naturnahe, artenreiche Laubmischwälder zum Ziel. Das ist die beste Garantie, dass auch der Schwarzstorch auch im Saarland wieder heimisch wird.