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Pressemitteilung

Dem Hirschkäfer auf der Spur -

SaarForst ruft zu Mitmach-Aktion auf

Der Hirschkäfer ist einer unser bekanntester Waldkäfer. Er bevorzugt naturnahe Wälder mit einem hohen Anteil an alten Bäumen. Die Art steht auf der Roten Liste der gefährdeten Arten und ist europaweit geschützt.

Die mächtigen Käfer, deren Männchen das typische „Geweih“ tragen, können bis zu acht Jahre alt werden. Sie verbringen allerdings den Großteil ihres Lebens als Larve oder Puppe unter der Erde. Was als „Geweih“ bezeichnet wird, sind die bis zu drei Zentimeter langen Oberkiefer der Männchen. Sie dienen nicht zur Nahrungsaufnahme, sondern zu imposanten Rivalenkämpfen während der Paarungszeit. Das Weibchen ist kleiner, höchstens fünf Zentimeter lang, aber trotz kürzerer Oberkiefer eindeutig als Hirschkäfer erkennbar.

                             

Hirschkäfermännchen                  Hirschkäferweibchen

Zur Erhaltung des Hirschkäfers sind naturnahe Wälder mit Eichen, insbesondere auch morsche Eichenstümpfe, eine unabdingbare Voraussetzung. Die Gefährdung dieser imposanten Art war neben einer forstwirtschaftlich völlig veränderten Baumzusammensetzung auch eine Folge zunehmend intensiverer Forstwirtschaft und einer falsch verstandenen „Ordnungsliebe“ im Wald.

Die naturnahe Waldwirtschaft, wie sie seit vielen Jahren insbesondere im saarländischen Staatswald betrieben wird, geht einher mit einem hohen Anteil an alten Bäumen sowie Tot- und Biotopholz im Wirtschaftswald. Zusätzlich wurden Waldschutzgebiete ohne forstwirtschaftliche Nutzung oder mit besonders extensiver Nutzung ausgewiesen. Dies alles fördert die Erhaltung und Entwicklung der Hirschkäferpopulation im Saarland wie in keinem anderen deutschen Bundesland.

Dennoch wissen Naturschützer und Forstleute noch recht wenig über die Verbreitung der Art im Saarland.

„Dem Hirschkäfer auf der Spur... “ lautet daher eine Aktion von SaarForst, Zentrum für Biodokumentation beim Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz, NABU Saarland und BUND Saar, mit der die Kenntnisse über das Vorkommen von Hirschkäfern im Saarland verbessert werden sollen.

In einem Flyer, den SaarForst mit Partnern herausgegeben hat, wird über den Hirschkäfer informiert. Er ist beim SaarForst Landesbetrieb (Tel. 0681/9712-121 erhältlich. Mittels einer Postkarte oder per Internet können Beobachtungen mitgeteilt werden. Informationen unter www.saarforst.de.

Veranstaltungshinweis

Dipl.-Geogr. Martin Lillig, Mitarbeiter beim BUND Saar, berichtet am Donnerstag, den 14. Juni 2012, 18 Uhr in der Scheune Neuhaus in einem interessanten Bildvortrag über den Hirschkäfer. Der Eintritt ist frei!


 
 

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