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Rund 200 Jägerinnen und Jäger, die im Staatswald des Saarlandes die Jagd ausüben, haben sich in der Illinger Illypse zum 1. SaarForst Jägertag getroffen. Umweltstaatssekretär Klaus Borger hatte Pächter, Pirschbezirksinhaber und das jagende SaarForst-Personal eingeladen, um mit all denen Fragen der Jagd zu diskutieren, die dabei helfen, die wald- und jagdpolitischen Ziele der Landesregierung umzusetzen. Bei seiner Begrüßung machte der Staatssekretär deutlich, dass der SaarForst-Jägertag zukünftig jährlich stattfinden wird, auch um den Dialog mit den Partnern in den Jagdrevieren zu intensivieren. Borger rief alle Jägerinnen und Jäger auf, dieses Angebot anzunehmen. Die überwältigende Resonanz auf seine Einladung zeige, dass dazu auf beiden Seiten ein großes Interesse besteht. SaarForst-Betriebsleiter Hans-Albert Letter ging in einem Kurzreferat auf die Bedeutung der Jagd für die Umsetzung waldbaulicher Ziele ein. Forstplanungsexperte Erich Fritz stellte die Methodik und die Ergebnisse der landesweiten Wildverbissinventuren vor und Dieter Bonaventura, der u.a. die Jagd im Staatswald organisiert, beschrieb die mit der SaarForst-Reform verbundenen organisatorischen Neuerungen für die Jagd. Ein wesentlicher Punkt seines Berichtes bestand darin, auf die neuen Anforderungen an die Jagd, die mit der Umsetzung der naturnahen Waldwirtschaft verbunden sind, hinzuweisen. Die bisher überwiegend vom Hochsitz und der Kirrung oder der Wildäsungsfläche ausgeübte Jagd wird es nicht schaffen, Reh-, Rot- und Schwarzwildbestände zu reduzieren. Naturnahe Wälder mit ihrer hohen Strukturvielfalt erfordern neue Formen der Bejagung und stellen an die Schießfertigkeit der Jäger höchste Anforderungen. Beatrice Stalter, die in der Obersten Jagdbehörde federführend die Novelle des Jagdgesetzes und der entsprechenden Verordnungen begleitet, ging nochmals auf die wesentlichen Gesetzesänderungen ein. In der anschließenden Diskussion wurde aus der Versammlung der Wunsch geäußert, den Dialog mit SaarForst und Ministerium zu intensivieren. Aber auch kritische Fragen und Statements zum Thema bleifreie Jagd, Hundeausbildung, Wildkirrung etc. belebten die Diskussion. "Der 1. SaarForst-Jägertag war ein großer Erfolg und eine wichtige Grundlage dafür, die Zusammenarbeit mit der Jägerschaft, die die Landesregierung bei der Umsetzung forst- und jagdpolitischer Ziele unterstützen will, zu verbessern", so Borger abschließend.
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