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Landtagsabgeordnete informierten sich bei SaarForst über Gewässerschutz im Wald Am 28. Mai 2010 ließen sich die beiden Landtagsabgeordneten Günther Heinrich (CDU, 2. von links) und Karl-Josef Jochem (FDP, 2. von rechts) in Orscholz von Staatsekretär Klaus Borger und Mitarbeitern des SaarForst Landesbetriebes über die Gewässerschutzmaßnahmen im Staatswald informieren. 
Im Rahmen der von SaarForst im Staatswald umgesetzten Biodiversitätsstrategie werden auch gewässerbezogene Maßnahmen durchgeführt. Hierzu gehören die Renaturierung von Gewässern, zum Beispiel durch Umbau von Verrohrungen und technischen Einbauten. Dadurch wird der natürliche Gewässerlauf wieder hergestellt und ist besonders für die Wasserorganismen wieder passierbar. Fichten, die in der Vergangenheit bis an die Gewässer gepflanzt wurden, werden sukzessive entnommen, so dass sich wieder gewässer(auen)typische Baumgesellschaften entwickeln können. Staatssekretär Borger betonte in diesem Zusammenhang die Bedeutung naturnaher Gewässer im Rahmen eines landesweiten Biotopverbundsystems, dessen weiterer Ausbau eines der naturschutzfachlichen Leitziele des Umweltministeriums darstellt. Am Beispiel des Zweibachs bei Orscholz wurden – stellvertretend für Projekte an landesweit rd. 50 anderen Gewässern – diese Renaturierungsmaßnahmen vorgestellt. 001.jpg)
Zweibach – vor der Umgestaltung: die Verrohrung stellt für Organismen eine Wanderungsbarriere dar und verhindert einen ungehinderten Sedimenttransport 
Zweibach nach der Umgestaltung: Das eingebaute Haubenprofil ist nach unten offen; es kann sich eine natürliche Gewässersohle ausbilden, die für Wassertiere wieder durchgängig ist. Ein weiterer Besichtigungspunkt war der Schwarzbruch bei Eft-Hellendorf. Er stellte früher mit seinen Bruchwäldern ein bedeutsames natürliches Wasserretentionsgebiet dar. Nachdem das Gebiet durch zahlreiche Entwässerungsgräben dräniert wurde, ging ein Großteil der Bruchwälder verloren. Jetzt hat SaarForst damit begonnen, das Gelände wieder in seinen ursprünglichen Zustand, mit Bruchwäldern, zurückzuführen. Sit dem Jahre 2008 werden daher im Zuge eines Renaturierungsprojektes zahlreiche Retentionstümpel und –flächen angelegt, um das Wasser der Wege- und Entwässerungsgräben zurück zu halten und zu einer langsamen Versickerung im Wald zu führen. In einem zweiten Schritt werden die Entwässerungsgräben in den ehemaligen Bruchwäldern verschlossen, damit das Wasser im Wald verbleibt und damit die Initialzündung zur Renaturierung dieser Feuchtwälder gesetzt wird. 
Künstlich angelegte Retentionsfläche im Schwarzbruch; bei Niederschlägen wird hier Wasser zurückgehalten und kann nach und nach im Wald versickern. Die beiden Landtagsabgeordneten zeigten sich beeindruckt von den Maßnahmen des SaarForst, zeigen diese doch, dass nicht nur das „Holz hauen“ zu den Aufgaben eines modernen Forstbetriebes gehört, sondern in besonderem Maße auch die ökologischen Aspekte berücksichtigt werden. Sie regten an, das Thema im Umweltausschuss des Saarländischen Landtages zu vertiefen. |