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Seit über 20 Jahren wird der saarländische Staatswald naturnah bewirtschaftet. Leitbild sind naturnahe und ökologisch stabile Waldökosysteme als Grundvoraussetzung für den Erhalt und die Förderung der biologischen Vielfalt („Biodiversität“) sowie der Leistungsfähigkeit des gesamten Naturhaushaltes. Wesentliche Elemente sind eine kahlschlagfreie Bewirtschaftung und der Verzicht auf einen Chemieeinsatz (einschließlich Biozide). Weitere Merkmale stellen der Verzicht auf flächige Befahrungen, Bodenschonprogramm durch Erschließung von Rückegassen, Vorrang der natürlichen Verjüngung, Umbau von reinen Nadelbaumbeständen und ein Biotopholz-Konzept dar. Der Staatswald des Saarlandes ist seit September 2000 nach den Standards des Forest Stewartship Council (FSC) zertifiziert. Seit Oktober 2003 ist der SaarForst Landesbetrieb gleichzeitig Zertifikatshalter und –betreuer einer Gruppenzertifizierung, in der sich 11 verschiedene kommunale und private Waldbesitzer zusammen geschlossen haben. Jährlich wird von einem unabhängigen Auditor die Einhaltung der strengen FSC-Kriterien überprüft. Vom 26. bis 29. Oktober 2009 fand das 9. Audit unter Leitung von Auditor Günter Heins vom Institut für Marktökologie in Weinfelden in der Schweiz statt. Diese Kontrolle umfasste in erster Linie das Monitoring einzelner Produktionsreviere, die Umsetzung von Wirtschaftsmaßnahmen sowie die Themenbereiche Moorrenaturierung und Fließgewässerschutzprogramm. Aus dem Bereich des Staatswaldes und der von SaarForst betreuten Kommunen waren die Forstreviere Warndt-Nord und Warndt-Süd, Bliesgau, St.Ingbert, Nohfelden, Wadern-Nonnweiler sowie die Wälder der Gemeinden Eppelborn und Illingen und der Städte St.Ingbert und Wadern für das Audit 2009 ausgewählt worden. Auditor Günter Heins konnte als Ergebnis der Revierbegänge auch in diesem Jahr bestätigen, dass die Waldbewirtschaftungsrichtlinie im Rahmen der Bewirtschaftungsmaßnahmen vor Ort konsequent umgesetzt wird. In das Audit mit einbezogen waren auch der SaarForst-Geschäftsbereich „Immobilien“, die Holzbauwerkstatt in Eppelborn und die zentrale Brennholzproduktion des SaarForst im Bereich der ehemaligen Grube Warndt. Als Ergebnis der erneuten Überprüfung der zentralen Brennholzproduktion kann SaarForst künftig auch fertig gespaltenes und abgepacktes Brennholz als FSC-zertifizierte Ware verkaufen und bewerben. Auf Grund der vorgefundenen Ergebnisse, der gut dokumentierten Gesamtsituation und der termingerechten Erfüllung der Auflagen geht der Auditor von der Umsetzung des FSC-Standards auf der gesamten Betriebsebene aus und empfiehlt die Aufrechterhaltung beider Zertifikate. Das Institut für Marktökologie (IMO) hat SaarForst zwischenzeitlich die Original-Zertifikate für den Staatswald und die FSC-Gruppe für das Jahr 2010 zugestellt. Für weitere Auskünfte steht Ihnen der FSC-Beauftragte bei SaarForst zur Verfügung: FOAR Walter Matheis, tel. 0681/9712-141 oder E-Mail: w.matheis@sfl.saarland.de 
Auditor Günter Heins (rechts) vom Institut für Marktökologie in Weinfelden (Schweiz) im Gespräch mit dem Leiter des Brennholzhofes Warndt, Philipp Klapper. 
Revierleiter Guido Toussaint (links) erklärt Auditor Günter Heins die 2009 durchgeführten und geplanten Maßnahmen im Revier „Bliesgau“. 
Auditor Günter Heins mit Revierleiter Martin Eberle (Revier St. Ingbert) und dem FSC-Beauftragten der Stadt St. Ingbert, Christian Lambert (rechts). |