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Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie im Wald  

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SaarForst beteiligt sich an einem Projekt zur Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie im Wald

Die Wasserrahmenrichtlinie der EU gibt vor, dass unsere Gewässer bis zum Jahre 2015 in einen guten ökologischen und chemischen Zustand zu versetzen sind. Zur Erreichung dieses Zieles werden von den zuständigen Umweltstellen Zustandserhebungen über die Gewässer durchgeführt. In einem Teilbereich betrifft dies die Erfassung der Durchgängigkeit von Flüssen und Bächen. Dazu müssen Verrohrungen, Abstürze und Wehre, Teichanlagen und ähnliche Bauwerke kartiert werden, die wassergebundene Lebewesen daran hindern können, in den Bächen und Flüssen - insbesondere gewässeraufwärts - zu wandern. Alle Bäche mit einer Länge von mehr als zwei Kilometern werden dabei eingeschlossen.

Viele Wasserorganismen sind auf unverbaute Gewässer angewiesen, um beispielsweise in die Oberläufe zu gelangen, wo sie für Nachwuchs sorgen. Die Nachkommen ihrerseits kehren später ebenfalls an den Ort ihrer Geburt zurück (z.B. Bachforellen). Ist der natürliche Lauf der Gewässer durch ein Bauwerk behindert, so werden nicht nur die betroffenen Fische, Krebse und andere Lebewesen an der Fortpflanzung oder auch an der Besiedlung neuer Bachabschnitte gehindert, auch der für die Gewässerökologie und Strukturvielfalt so wichtige Transport von Sand, Kies und Steinen an der Gewässersohle wird unterbunden. Die Folgen sind einerseits eine Artenverarmung in den Bereichen oberhalb solcher Querbauwerke bzw. fehlendes Geschiebe unterhalb des Bauwerkes mit nachfolgenden Schäden am Gewässerbett durch Eintiefung der Sohle.

Anforderungen:

Grafische Darstellung von GIS-Daten im Gelände

Grafische Darstellung der aktuellen GNSS-Position

Digitale Erfassung von Objekten (Geometriedaten) und Zusatzinformationen (Sachdaten)

Außentauglichkeit der Geräte unter harten Einsatzbedingungen

Einfache Bedienbarkeit

 

Forstmitarbeiter bei der Aufnahme und Vermessung
von Querbauwerken im Gewässer (Foto: SaarForst)

Durch Kartiertrupps werden die Gewässer lückenlos erfasst. Für die Begehung sind die Personen im Außendienst mit der Erlaubnis ausgestattet, in erforderlichem Umfang Schutzgebiete und private Grundstücke zu betreten. Neben den wasserwirtschaftlichen Gerätschaften kommen, speziell in Hinsicht auf die Arbeit in unmittelbarer Nähe zu Gewässern, widerständige Feldcomputer mit integriertem GNSS-Empfänger zum Einsatz (hier Trimble GeoExplorer), auf denen ArcPad installiert ist. Die Verbauungen werden vor Ort identifiziert und vor dem Hintergrund der mitgeführten GIS-Daten mittels GNSS direkt in ArcPad verortet. Sämtliche wasserwirtschaftlichen Daten und Informationen können unmittelbar in die Software eingegeben und abgespeichert werden. Dieser Vorgang gestaltet sich durch übersichtliche Eingabemasken einfach und schnell, wobei gleichzeitig Fehleingaben durch vordefinierte Felder auf ein Minimum reduziert werden. Und durch die angepasste Datenstruktur des mobilen GIS an die zentralen GIS-Datenbestände wird ein nahtloser Austausch zwischen Büro und Gelände gewährleistet.

Bei den Arbeiten im Gelände führen die Kartiertrupps auch Informationsmaterial mit und können damit interessierten Bürgern vor Ort Auskunft geben, was an den Gewässerabschnitten verbessert werden kann.

Weitere Auskünfte zu diesem Projekt beim SaarForst-Dienstleistungszentrum:
Rainer-Maria Kreten, tel. 06881/9602-34 oder E-Mail: r.kreten@sfl.saarland.de



 
 

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