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Eichenprozessionsspinner  

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Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea L.)

Der Eichenprozessionsspinner ist ein unscheinbarer, in der Nacht schwärmender Falter mit einer Flügelspannweite von 25 bis 30 Millimetern. Er hat graue Vorderflügel mit schwach ausgeprägten dunklen Querlinien und weißgraue Hinterflügel. Die Flugzeit ist von Mitte/Ende Juli bis Anfang September. Er bevorzugt sonnige Standorte, einzeln stehende Bäume und lichte Wälder.

Der Falter an sich ist eher harmlos; die Larven jedoch tragen lange Gifthaare, die auf der Haut und an den Schleimhäuten der Menschen allergische Reaktionen hervorrufen können. Die Beschwerden reichen von heftig juckenden Hautausschlägen bis – in Ausnahmefällen – zu Schockzuständen.

Die Eigelege der Eichenprozessionsspinner bestehen aus bis zu 200, etwa einen Millimeter großen weißen Eiern. Sie werden an meist älteren Eichen im Kronenbereich an dünneren Zweigen und anderen glatten Rindenstellen in Form einer länglichen Platte abgelegt. Der Embryo entwickelt sich noch im Herbst zur fertigen Jungraupe, die dann im Ei überwintert und Anfang Mai schlüpft.

Die schon vom ersten Larvenstadium behaarten Raupen durchlaufen fünf bis sechs Entwicklungsstadien bis zur Verpuppung und werden bis zu fünf Zentimeter lang. Sie haben eine dunkle, breite Rückenlinie mit samtartig behaarten Feldern und rotbraunen, lang behaarten Warzen.

Die Raupen des Eicheprozessionsspinners leben gesellig und gehen in Gruppen von 20 bis 30 Individuen im "Gänsemarsch" auf Nahrungssuche, daher auch der Name "Prozessionsspinner" (Quelle: Hessische Forstverwaltung).

Ab dem dritten Entwicklungsstadium entwickeln sich bei den Larven Gifthärchen mit Widerhaken, die ein Nesselgift, das Thaumetoporin, enthalten, welches die oben beschriebenen Hautreaktionen bei Menschen auslösen kann.

Die giftigen Haare brechen leicht ab und können dann vom Wind auch über weitere Strecken verbreitet werden. Auch von alten Gespinstnestern kann von dort verbliebenen Haaren noch eine Gefahr ausgehen.

Der hauptsächliche Gefährdungszeitraum ist Ende April bis Ende September.

Gespinst des Eichenprozessionsspinners (Quelle: Hessische Forstverwaltung).

Die Experten des SaarForst-Landesbetriebes rechnen damit, dass auch in diesem Jahr wieder eine Massenvermehrung auftreten kann.

Das SaarForst - Dienstleistungszentrum verfügt über ein Spezialistenteam, das sich bei Bedarf und auf Anfrage der punktuellen Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners annimmt.

Falls Sie nähere Informationen haben möchten, kontaktieren Sie bitte das Dienstleistungszentrum in Eppelborn unter der Tel.Nr. 0 68 81/96 02-20.

Weitere Informationen, Schutz- und Gegenmaßnahmen enthält ein Faltblatt des SaarForst-Landesbetriebes. Das Faltblatt können Sie hier als Eichenprozessionsspinner.pdf aufrufen.




 
 

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