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Pressemitteilungen

Fortsetzung der Waldkalkung 2014

Kalkung des Staatswaldes wird ab Ende Oktober fortgesetzt

In den kommenden Wochen, voraussichtlich ab 20. Oktober, werden im saarländischen Staatswald wieder Kompensationskalkungen durchgeführt.
Es handelt sich insbesondere um Waldflächen in den Revieren Losheim, Steinberg, Nonnweiler, Nohfelden und Wadern. Gekalkt wird eine Fläche von rund 1.600 Hektar.
Zweck der Waldkalkungen ist, der z. T. tief reichenden Versauerung der Waldböden entgegenzuwirken. Die fortschreitende Versauerung der Böden geht mit erheblichen Schädigungen des Ökosystems Wald einher. So werden mit sinkenden pH-Werten (Säuregradmesser) das giftige Aluminium und Schwermetalle ausgewaschen, die die Wurzeln der Bäume schädigen und ins Grundwasser verlagert werden. Auch Nährstoffe werden dem Boden entzogen und stehen damit den Pflanzen nicht mehr zur Verfügung.
Durch die Kalkungsmaßnahmen werden die Waldböden sozusagen mit einer Schutzhülle aus Kalk bedeckt. Der Kalk soll die über die Niederschläge eingetragenen Säuremengen in den obersten Bodenschichten über einen gewissen Zeitabschnitt neutralisieren, um damit den Bodenzustand zu stabilisieren und ggfs. auch wieder zu verbessern. Die Kalkung dient zudem auch dem Grundwasser- und damit letztlich dem Trinkwasserschutz.
Den Kalkungsmaßnahmen vorausgegangen waren bodenchemische Analysen durch das Landesamt für Umwelt und Arbeitsschutz (LUA), um zuverlässige Aussagen über den Bodenzustand zu erhalten. Im Anschluss an die Kompensationskalkung wird es weitere Untersuchungen im Sinne einer Wirkungskontrolle geben.

Von der Kalkung ausgeschlossen werden einerseits aus Naturschutzgründen sensible Flächen (z.B. Naturschutzgebiete, Naturwaldzellen u.ä.). Anderseits werden Verkehrsflächen und siedlungsnahe Flächen ausgeschlossen.
Die Kompensationskalkung erfolgt ausschließlich in der vegetationsarmen Zeit, da nur dann sichergestellt ist, dass eine möglichst große Kalkmenge den Boden auch erreicht.
Ausgebracht wird der Magnesiumkalk per Hubschrauber. Bei einer Menge von etwa drei Tonnen pro Hektar können so pro Hubschrauber an einem Tag zwischen 60 und 75 Hektar Wald gekalkt werden. Es ist vorgesehen, bis zu zwei Hubschraubern zeitgleich einzusetzen, um die Kalkungszeit insgesamt zu verkürzen.
Der SaarForst, der die Durchführung der Kalkungsmaßnahmen organisiert und überwacht, weist darauf hin, dass die zur Kalkung vorgesehenen Flächen weiträumig abgesperrt und ausgeschildert werden und bittet die Bevölkerung, die Hinweise und Absperrungen im Interesse der eigenen Sicherheit zu beachten. Es soll damit vor allem verhindert werden, dass durch die Kalkungsmaßnahme die Kleidung der Waldbesucher verschmutzt wird.
Ausdrücklich wird darauf hingewiesen, dass die Ausbringung von Kalk nicht gesundheitsschädlich ist.
Nähere Auskünfte zum zeitlichen und räumlichen Umfang der Kalkungsmaßnahmen können der örtlichen Presse entnommen oder bei den zuständigen SaarForst-Mitarbeitern FOR Erich Fritz (0681/9712-116) und FOI René Fontaine (0151/46131350) erfragt werden.
Weitergehende Informationen und eine Übersichtskarte über die Kalkungsflächen finden Sie hier.

Neue Informationsbroschüre für interessierte Bürger

In wenigen Wochen beginnt wieder die Zeit der Holzernte im Wald. Das ist auch die Zeit
verstärkter Niederschläge, die Boden und Wege aufweichen können. Dies führt unweigerlich
dazu,dass besonders im Winterhalbjahr vor allem die Waldwirtschaftswege durch die
Holzerntemaßnahmen in Mitleidenschaft gezogen werden können.

In dieser Zeit häufen sich auch Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern beim SaarForst, bei
den Gemeinden oder direkt bei den Medien.

Mit der vorliegenden Broschüre wüllen wir über die Arbeit des Forstes im Wald aufklären und
bestimmte Zusammenhänge erläutern. Die Fragen haben wir bewusst so ausgewählt, wie sie uns
häufig von Bürgerinnen und Bürgern gestellt werden.

Mit der Broschüre wollen wir auch Verständnis schaffen für die in vielerlei Hinsicht notwendige
forstliche Tätigkeit in unseren Wäldern.

Wenn Sie weitere Fragen haben, beantworten wir Ihnen diese gerne.

Sie können die Broschüre auch bei uns als Heft kostenfrei anfordern (0681/9712-121 oder
a.schmidt(at)sfl.saarland.de).


Titelblatt Broschure Fragen-Antworten zum Wald

                                                          

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                           Broschüre als pdf-Datei

Nationalpark Hunsrück-Hochwald

Nächster wichtiger Schritt: Ministerpräsidentinnen Malu Dreyer und Annegret Kramp-Karrenbauer unterzeichnen Staatsvertrag zum Nationalpark Hunsrück-Hochwald

Pressemitteilung STK vom 04.10.2014

 

Der grenzüberschreitende Nationalpark Hunsrück-Hochwald nimmt Gestalt an. Die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer und die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer haben am Samstag den nächsten Schritt gemacht und in der Festhalle der Staatskanzlei des Saarlandes den obligatorischen Staatsvertrag unterzeichnet.

 

Mit dem Nationalpark leisten das Land Rheinland-Pfalz und das Saarland ihren Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt und schaffen Perspektiven für die Region. „Die Unterzeichnung des Staatsvertrages ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum ersten von Beginn an länderübergreifend geplanten Nationalpark", sagten Annegret Kramp-Karrenbauer und Malu Dreyer. Die beiden Ministerpräsidentinnen zeigten sich erfreut über den bisherigen Verlauf des gemeinsamen Projektes.
„Der gemeinsame Nationalpark ist nicht nur ein Highlight in der deutschen Naturlandschaft.
Er wird auch ein Motor für die gemeinsame Entwicklung der Hunsrück-Hochwald-Region sein", sagte
Ministerpräsidentin Malu Dreyer. „Wir setzen im Nationalparkkonzept für die Region einen besonderen Schwerpunkt auf die Regionalentwicklung, die Tourismusförderung und leistungsfähige Infrastrukturen.
Mit Blick auf die demografische Entwicklung ist es mir besonders wichtig, dass zum Beispiel die Stadt-und Dorfentwicklung, die Gesundheitsversorgung und der ÖPNV fester Bestandteil der gemeinsamen Planungen für die Nationalparkregion sind." Sie würdigte zudem die im Verfahren von Beginn an umfangreich angelegte Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. „Wir wollen einen Nationalpark schaffen, der von einer breiten Zustimmung in der Region getragen wird. In zahlreichen Dialogveranstaltungen und Bürgerforen haben die Menschen in der Region aktiv an der Umsetzung des Projektes mitgearbeitet. Mit der Einrichtung einer kommunalen Nationalparkversammlung, dem ‚Parlament" des Nationalparks' und dem Bürgerforum als weiterem Gremium setzen wir diesen Ansatz konsequent fort", sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.
„Wir bekennen uns zum Erhalt und zur Entwicklung der natürlichen Lebensgrundlagen und zum Schutz der biologischen Vielfalt", sagte Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer. „Mit dem künftigen Nationalpark wird ein weiterer wichtiger Beitrag zur Sicherung der Artenvielfalt auch im Saarland geleistet, zumal die Hunsrück-Hochwald-Region aus Naturschutzsicht zu den bundesweit bedeutsamsten Lebensräumen zählt – die Fachleute nennen das einen ‚Hot Spot der Biodiversität'." Sie freut sich, dass das Projekt Nationalpark im Saarland über alle Parteigrenzen hinweg eine große Zustimmung findet. Annegret Kramp-Karrenbauer sagte: „Wir haben uns aber auch den Fragen und Bedenken der Bürgerinnen und Bürger vor Ort gestellt und Antworten gegeben. Dass sich die jeweiligen Gremien dann auch alle für die Nationalparkplanung ausgesprochen haben, zeigt mir, dass wir die Menschen erreicht haben und von den Vorteilen eines solchen Projektes überzeugen konnten."
Vorangetrieben wird das Projekt federführend von den jeweiligen Fachministerien. Ulrike Höfken, Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten des Landes Rheinland-Pfalz sagte: „Schon jetzt zeigt sich: Der Nationalpark verbindet. Er bringt grenzübergreifend Mensch und Natur zusammen und ist gleichzeitig das Kapital einer ganzen Region. Naturerleben auf den Hunsrückhöhen, auf den Spuren der Kelten wandern, die Wildkatze schützen und regionale Besonderheiten genießen – das wird möglich, weil hier im Hunsrück die Menschen ihren Nationalpark mitgestalten. Das große Engagement in der Region, der vielen Initiativen und Arbeitsgruppen sowie der Kommunalvertreter sind beispielhaft. Pfingsten 2015 wollen wir den Nationalpark nun offiziell eröffnen." Im Saarland zeichnet sich Reinhold Jost, Minister für Umwelt und Verbraucherschutz, für das Großprojekt verantwortlich. Er sagte: „Unsere Waldpolitik ist bereits seit Jahren auf besonders naturnahe Bewirtschaftung ausgerichtet. Dafür gelten wir bundesweit als Vorreiter und wurden erst im vergangenen Jahr vom Bundesverband des Naturschutzbundes ausgezeichnet. Schon jetzt haben wir im Saarland das Ziel der nationalen Biodiversitätsstrategie, bis 2020 fünf Prozent des Waldes aus der forstlichen Bewirtschaftung zu nehmen, erreicht. Wir bringen also ideale Voraussetzungen mit, um das Projekt Nationalpark zu einem Leuchtturmprojekt im Saarland zu machen. Ich verspreche mir von diesem Projekt nicht nur weitere Impulse für den Naturschutz, sondern auch für die wirtschaftliche und touristische Entwicklung der Region." Mit der Unterzeichnung des Staatsvertrages startet in den Ländern das parlamentarische Verfahren zur Verabschiedung des entsprechenden Zustimmungsgesetzes. Wenn dies erfolgt ist, soll an Pfingsten 2015 der Nationalpark Hunsrück-Hochwald eröffnet werden.

Einladung zur Fachveranstaltung

Horstschutz im Saarländischen Wald – Leitlinien zur Errichtung von Horstschutzzonen

Termin: Mittwoch, 15. Oktober 2014, Beginn: 09:00 Uhr

Veranstaltungsort:
big Eppel – Kultur & Kongress, Europaplatz 4, 66571 Eppelborn

Programm

09:00 Uhr: Begrüßung durch Umweltminister Reinhold Jost, NABU-Landesvorsitzenden Ulrich Heintz und Leiter SaarForst Landesbetrieb Hans-Albert Letter

09:20 Uhr: Vogelschutz im Wald – Ein Beitrag zur Erhaltung der Biodiversität, Dagmar Stiefel (Leiterin Staatliche Vogelschutzwarte für Hessen, Rheinland-Pfalz & Saarland)

09:45 Uhr: Vorstellung der horstschutzrelevanten Vogelarten, Christoph Braunberger (LUA) und Günter Süßmilch (Vorsitzender OBS)

10:30 Uhr: Kaffeepause

11:00 Uhr: Vorstellung der aktualisierten Hortschutzvereinbarung, Roland Wirtz (SaarForst Landesbetrieb)

11:30 Uhr: Diskussion

ca.12:00 Uhr: Ende

Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Eine Gemeinschaftsveranstaltung von NABU Saarland, Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und SaarForst Landesbetrieb


 
 

Veranstaltungen


Jahr der Wälder 2011
Treffpunkt Wald