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  Aktuelle News:

Achtung Autofahrer - es ist "Blattzeit"!  

Verstärkt auf Rehe am Straßenrand achten, um Wildunfälle zu vermeiden!

Als „ Blattzeit“ wird in der Jägersprache die Paarungszeit des Rehwildes bezeichnet. Sie findet in ganz Mitteleuropa etwa in der Zeit von ca. 20. Juli bis zum 10. August statt. In dieser Zeit kümmert sich das männliche Tier, der Rehbock, um die Gunst des weiblichen Rehs, die Jäger sprechen auch vom „Beschlagen“ des Rehs.

Während der Blattzeit werden von den (liebestollen) Tieren jegliche Vorsichtsmaßnahmen – auch in der Nähe von Straßen - außer Acht gelassen.

Der Direktor des SaarForst Landesbetriebes bittet alle Autofahrer, in den nächsten Wochen vor allem in Waldgebieten mit besonderer Vorsicht zu fahren, um Wildunfälle zu vermeiden.

Hintergrund:

Jährlich ereignen sich nach Angaben der saarländischen Polizei zwischen 2.500 und 3.000 Wildunfälle, vor allem in den wald- und landwirtschaftsgeprägten Regionen des Saarlandes.

Wenn es zu einem Wildschaden kommt, sollte in jedem Fall die Polizei gerufen werden, die - bei einem verletzten oder toten Tier – den zuständigen Jagdpächter bzw. Jagdausübungsberechtigten hinzuzieht. Tiere dürfen auf keinen Fall einfach liegen gelassen oder sogar mitgenommen werden. Letzteres wäre ein Straftatbestand (Wilderei). Verhaltenstipps zum Thema Wildwechsel gibt auch die saarländische Polizei: www.saarland.de/12106.htm.

Sanierung der ehemaligen Schießanlage in Kirschheck beginnt in Kürze  

Die ehemalige Wurftaubenschießanlage in Saarbrücken-Kirschheck wird nach jahrelangen intensiven Vorbereitungen endlich saniert. Der SaarForst Landesbetrieb als Eigentümer der Fläche wird jetzt die Arbeit derer machen, die einst den Schießplatz betrieben haben, nämlich die ca. 1,2 ha große Fläche von verbliebenen umweltbelastenden Reststoffen (z.B. Wurfscheibenbruchstücke, Plastikschrotbecher, Bleischrotreste) zu räumen. Dies geschieht durch Abtrag und Entsorgung der belasteten Bodenmassen und Einbringen unbelasteter Erdmaterialien aus dem gleichen Naturraum.

Der SaarForst Landesbetrieb teilt mit, dass in den nächsten Tagen bereits im Vorfeld der notwendigen Rodungs- und Erdbauarbeiten die vorhandene krautige und Stauden-Vegetation beseitigt wird. Damit soll verhindert werden, dass eine bestimmte, schutzwürdige Schmetterlingsart (Spanische Flagge) ihre Eier an den dortigen Staudenblüten ablegen kann, was beim späteren Abmähen zu einer Beeinträchtigung der Population führen könnte. Die notwendigen naturschutzrechtlichen Genehmigungen hierfür liegen vor.

Der Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr, Klaus Borger, wird am 03. August – rechtzeitig vor Beginn der eigentlichen Baumaßnahmen - die Sanierungsarbeiten an der ehemaligen Schießanlage der Öffentlichkeit ausführlich vorstellen.

Hintergrund:
Die Wurftaubenschießanlage in Saarbrücken-Kirschheck ist seit Ende 2003 nicht mehr in Betrieb. Der Saarländische Wurftauben-Club e.V. als ehemaliger Betreiber der Schießanlage existiert nicht mehr und konnte auch nicht mehr zur Übernahme der Entsorgungskosten herangezogen werden. Gutachten belegen die Belastung des Bodens mit Resten des ehemaligen Schießbetriebes, so dass eine Räumung nach abfallrechtlichen Erfordernissen und eine sich anschließende Sanierung gemäß bodenschutzrechtlicher Belange erforderlich sind. Ca. 4.500 Kubikmeter Bodenmassen müssen ausgetauscht werden. Aufgrund der Lage des Geländes in einem streng geschützten Gebiet und im „Urwald vor den Toren der Stadt“ müssen besondere Schutzvorschriften beachtet werden. Gutachterlich wurden die besonders schutzwürdigen Arten und Lebensräume ermittelt und Vorkehrungen für deren Schutz vorgeschlagen. Die Naturschutzbehörde hat der Sanierungsmaßnahmen - unter Beachtung von Auflagen zum Artenschutz - zugestimmt.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.


Bundesweiter Abstimmungskurs zur Waldzustandserhebung wird in diesem Jahr im Saarland durchgeführt  

Zu Beginn der 1980er Jahre erregte ein sich dramatisch verschlechternder Kronenzustand der Waldbäume europaweit Aufsehen und Besorgnis. Dies führte 1985 zur Einrichtung des ICP-Forests im Rahmen der Genfer Luftreinhaltekonvention der UNECE. Die anschließende 20-jährige enge Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Kommission und ICP Foests mündete 2007 in das FutMon-Project. Ziel des Projekts ist die Etablierung eines europäischen harmonisierten, forstlichen Umweltmonitoring-Systems mit verbesserter Methodenstandardisierung und Effektivität, das politikrelevante Informationen über den Zustand der europäischen Wälder liefern soll.

ICP Forests ist ein Programm, das basierend auf Dauerbeobachtungsflächen kontinuierlich transnational abgestimmte Waldzustandsdaten für einen Großteil der Europäischen Länder liefert. Dieses Monitoring umfasst zwei Intensitätsstufen: „Level I“ umfasst 6000 systematisch ausgewählte Flächen in 38 europäischen Partnerländern, das umfassendere „Level II“ basiert auf 800 Flächen und spiegelt die wichtigsten Waldtypen von 29 teilnehmenden Ländern wider. Das Netz von ICP Forests spannt sich über 200 Millionen Hektar Wald und ist damit eines der umfangreichsten Waldmonitoring-Programme der Welt.

Die kontinuierliche Erfassung des Waldzustandes in „Level I“ geschieht anhand des Nadel- und Blattverlustes und gibt hinweise zur Reaktion der Waldökosysteme auf Umweltveränderungen. Die Ministerkonferenz zum Schutz der Wälder in Europa verwendet Nadel-/Blattverluste als einen von vier Indikatoren für Waldgesundheit und -vitalität.

Die Beurteilung des Kronenzustandes ist ein einfaches und leicht nachvollziehbares Schätzverfahren. Im Saarland gibt es dafür 96 Stichprobenpunkte im 2 x 4-km-Raster mit jeweils 24 zufällig ausgewählten ständigen Einzelbäumen, insgesamt also 2304 Probebäume. Blatt-/ Nadelverluste werden in 5 %-Stufen erfasst und in 5 Schadstufen eingeordnet (von Stufe 0 = ohne Blatt-/Nadelverlust bis Stufe 5 = abgestorben). Zusätzlich werden Vergilbung, Blüten, bzw. Fruchtansätze und abiotische und biotische Schäden (z.B. Insektenfraß) erfasst.

Um von gleichen Einschätzungs- und Beurteilungskriterien in den einzelnen Bundesländern ausgehen zu können, treffen sich jährlich die Inventurleiter aller Bundesländer zu einem gemeinsamen Abstimmungskurs.

Zum ersten Mal seit Beginn der Waldzustandserhebungen findet dieser Abstimmungskurs am 16. und 17. Juni 2010 im Saarland, in den Wäldern um Homburg statt. Begutachtet werden die Hauptbaumarten Buche, Eiche, Fichte und Kiefer, sowie, etwas weniger intensiv Lärche und Douglasie, da deren bundesweiter Anteil an der Waldfläche relativ gering ist. Inhalt des Lehrganges ist eine gemeinschaftliche Beurteilung von je 5 Probebäumen der vorgenannten Baumarten und im Anschluss daran ein Parcours, bei dem jedes Bundesland bei weiteren 10 Bäumen jeweils eigene Einstufungen des Kronenzustandes abgibt. Abschließend werden die Einstufungen verglichen und stärkere Abweichungen gemeinsam noch einmal diskutiert. Daraus ergibt sich dann die gemeinsame gewogene Beurteilungsweise aller beteiligten Inventurleiter.

Kontakt : FOAR Norbert Maurer (Leiter der Stabsstelle Waldökologie und Nachhaltigkeit), n.maurer@sfl.saarland.de, tel: 0681/9712-117 oder mobil: 0177-7174620.

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Pressemitteilung
Aktuelle News:
Naturnahe Waldwirtschaft mit Brief und Siegel: erneut erfolgreiches FSC-Audit bei SaarForst

 
 

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