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Aktuelle News:

Pressemitteilungen

Angel- und Jagdmesse 2016

Teilnahme SaarForst Landesbetrieb an der regionalen Messe „Angeln und Jagen“ 2016 in Saarbrücken

Der Geschäftsbereich Wildbewirtschaftung des SaarForst Landesbetriebes hat sich auf der diesjährigen Messe „ANJA“ mit einem Info-Stand vom 19. bis 21. Februar präsentiert.

Neben Verbänden, Jagdschulen sowie regionalen als auch überregionalen Anbietern in Sachen „Angeln und Jagen“ stellte der SaarForst sein „Jagdkonzept 2020“ vor. Mit Tafeln der Waldbau-Ausstellung, einem „Bilder-Wald“ sowie Informationsbroschüren des SaarForst und des Umweltministeriums erhielten die Besucher einen Einblick in die jagdliche Bewirtschaftung des Staatswaldes. Im Vordergrund stehen hier die natur- und tierschutzrechtlichen Regelungen, die mit den waldbaulichen, volkswirtschaftlichen und sozialen Belangen in Einklang gebracht werden.

Die Resonanz der Messebesucher war mehr als positiv. Natur- und Tierschutz stehen hoch im Kurs. Das macht sich gerade bei der aktiven Jägerschaft als Lieferant eines hochwertigen Lebensmittels (Wildfleisch) bemerkbar. Hier gilt es, auch weiterhin für unsere Gesellschaft Aufklärungsarbeit zu leisten.

Umweltminister Reinhold Jost hob bei seinem Messebesuch nochmals deutlich die Vorreiterrolle des SaarForst Landesbetriebes mit dem „Jagdkonzept 2020“ hervor. Der Minister baut bei der Umsetzung auch weiterhin auf die Unterstützung der Gesellschaft und insbesondere der Jägerschaft. Eine Teilnahme an der Messe auch im kommenden Jahr ist daher bereits angedacht.

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PM Nr. 019 vom 05.02.2016 des MUV

Die Entwicklung des Staatswaldes im Saarland seit 2010 – Umweltminister Jost legt Bilanzbericht vor

Forstreform, Windenergie über Wald, die Einrichtung eines grenzüberschreitenden Nationalparks – der saarländische Staatswald war in den vergangenen fünf Jahren von vielerlei Veränderungen geprägt. Der „Bericht über den Zustand des Staatswaldes im Saarland 2010 – 2015" beschreibt den Entwicklungsprozess und bietet umfassende Informationen über die Situation des Waldes. Die Landesregierung ist seit der Änderung des Waldgesetzes 1999 verpflichtet, alle fünf Jahre diesen Bericht über den ökologischen Zustand des Waldes, die praktizierte Bewirtschaftung und die Bedeutung des Waldes im Gesamtsystem der Umwelt zu erstellen und dem Parlament vorzulegen.

„Die Weltklimakonferenz in Paris hat gerade erst wieder die Bedeutung des Waldes für die Daseinsvorsorge der Menschheit thematisiert. Dabei ist deutlich geworden, dass wir weltweit den Wald mehren und schützen aber auch nützen müssen, weil die Verwendung von Holz wichtig für eine nachhaltig handelnde Gesellschaft ist", so Umweltminister Reinhold Jost bei der Präsentation des Waldberichts.
Wichtige Botschaften und Inventurdaten:
Der saarländische Wald ist mit über 70 Prozent Laubholzanteil, davon allein 30 % Buche, ein besonders naturnaher Wald.
Betrachtet man die Altersstruktur, so ist die Hälfte des saarländischen Staatswaldes jünger als 60 Jahre, liegt also in einem Altersbereich, in dem überwiegend Pflegemaßnahmen durchgeführt werden. Waldbestände im mittleren Altersbereich zwischen 60 und 120 Jahren nehmen ein Drittel der Fläche ein. 16 % des Waldes sind älter als 120 Jahre.
Die Holzvorräte sind sehr deutlich angestiegen. Im Jahr 1990 sorgten die Stürme Vivian und Wiebke für einen dramatischen Vorratsrückgang, dieser Verlust war bereits 6 Jahre später wieder ausgeglichen. Heute beträgt der Vorrat rund 350 Festmeter je Hektar.
Der Klimawandel hat sich auch im Saarland bereits bemerkbar gemacht: Mit wärmeren Sommern und immer längeren Trockenphasen geraten die Wälder unter Hitze- und Trockenstress. Gleichzeitig verstärkt sich bei erhöhtem Stress das Risiko durch Massenvermehrungen von Schädlingen wie Borkenkäfer. „Um dem Klimawandel zu trotzen, setzen wir im Staatswald auf eine Mischung der Baumarten wie z.B. die Eiche, der Ahorn, die Edelkastanie aber auch auf standortgerechte Nadelbaumarten wie Tanne und Douglasie, um so das Risiko für den Wald zu verringern. Mit dem seit Jahren praktizierten Waldumbau haben wir das Risiko gesenkt und verfolgen das Ziel, den Wald dauerhaft zu erhalten. Leider ist auch bei uns in weiten Teilen des Landes die Fichte die „Verliererin" des Klimawandels, da sie trockene Sommer besonders schlecht verträgt", so Umweltminister Jost. Inzwischen dürfte die Fichte nur noch auf 10 Prozent der Waldfläche zu finden sein.
Das hat wirtschaftliche Konsequenzen. Denn: „Auch im Laubholzland Saarland ist die Fichte der Brotbaum der Forstwirtschaft", so Jost. In den letzten fünf Jahren wurden etwa 50 bis 58 % der Holzverkauf-Einnahmen mit Nadelholz, vor allem Fichte, erzielt. Man prüfe, mit welchen Nadelholz-Baumarten dem Klimawandel begegnet werden kann. Hier komme etwa die Weißtanne in Frage.

Der Brennholzabsatz hat sich in den letzten 15 Jahren von unter 25.000 Festmeter auf inzwischen über 80.000 Festmeter mehr als verdreifacht. Die letzten milden Winter haben den Absatz jedoch zurückgehen lassen. Jost: „Milde Winter lassen sich leider nicht planen. Dennoch ist es uns gelungen, den Erneuerbare-Energien-Sektor Biomasse auszubauen."
Erneuerbare Energien spielen im Staatswald eine wichtige Rolle. Inzwischen sind 5 Windkraftanlagen über Wald in Betrieb (4 im Himmelwald und 1 im Jungenwald). Für einen Standort mit 6 Anlagen bei Überherrn läuft das Genehmigungsverfahren. Bei Nonnweiler sollen zudem 5 genehmigte Anlagen gebaut werden. „Nicht überall, wo es möglich ist, wird im Wald auch gebaut. Die Auswahl der Windkraft-Standorte unterliegt strengen Vorgaben. Doch vor dem Hintergrund, dass 38 % des Saarlandes mit Wald bedeckt sind, werden wir die im Koalitionsvertrag vereinbarten energiepolitischen Ziele nur erreichen, wenn wir Windkraft auch über Wald ermöglichen", betont Minister Jost.

Der Staatswald ist nicht nur Rohstofflieferant und Erholungsort, er spielt auch als Arbeitgeber eine wichtige Rolle. Er bietet derzeit 187 Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst. Darüber hinaus vergibt der SaarForst viele Arbeitsaufträge an Unternehmen, so dass die Zahl der Arbeitsplätze im Wald noch erheblich größer ist.
Der Staatswald ist nach allen Regeln zertifiziert. Jost: „Das für die Umweltverbände wichtige FSC-Siegel haben wir nun schon im 15. Jahr erhalten. Wenn dann auch noch der Naturschutzbund Deutschland uns als einzige deutsche Landesforstverwaltung für vorbildliche Waldbewirtschaftung auszeichnet, dann sind wir stolz darauf und sind sicher, dass wir auf dem richtigen Weg sind."

Wertholzsubmission 2016

Auch in diesem Jahr findet als traditionelle Gemeinschaftsveranstaltung des SaarForst Landesbetriebes, der westpfälzischen Forstämter und der Forstverwaltung von Lothringen wieder eine Wertholzsubmission statt, bei der überwiegend Eichen aber auch andere Laubhölzer, insbesondere Ahorn, Esche und Kirsche, angeboten werden. Insgesamt lagern auf dem Wertholzplatz „Menschenhaus“ rund 635 fm Holz aus dem Saarland und der Westpfalz. Das Holz aus Lothringen liegt in der Nähe von St. Avold. Die Eröffnung und die Auswertung der Gebote finden in diesem Jahr in 66115 Saarbrücken-Von der Heydt statt. Nähere Informationen können sie unserem Kundenanschreiben entnehmen, das Sie als PDF herunterladen können. Ebenfalls als PDF steht unsere diesjährige Submissionsliste zur Verfügung.

 

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Pressemitteilung 006/2016 des MUV

Schwere Unfälle bei Waldarbeiten vermeiden – Minister Jost informiert über Maßnahmen zur Unfallprävention

Zwei tödliche Unfälle bei Waldarbeiten im Saarland haben Ende vergangenen Jahres für große Betroffenheit gesorgt. Aus den Unfallberichten ging hervor, dass die Mitarbeiter der beauftragten Lohnunternehmen offenbar grob gegen die geltenden Unfallverhütungsvorschriften verstoßen hatten. Konkret: Die Sicherheitsabstände (Einhaltung des Arbeitsabstandes der doppelten Baumlänge) wurden wohl beim Fällen von Bäumen nicht eingehalten. „Die Unfälle haben uns wieder vor Augen geführt, wie gefährlich die Arbeit im Wald, vor allem bei der Holzernte, ist", so Minister Reinhold Jost. Um schweren Unfällen in saarländischen Wäldern vorzubeugen, hat nun das Umweltministerium gemeinsam mit SaarForst den Maßnahmenkatalog zur Unfallprävention erweitert.

„Wie die jüngsten tragischen Arbeitsunfälle gezeigt haben, ist die Unfallprävention die wichtigste Herausforderung an einen forstwirtschaftlichen Betrieb", stellte der für Forstwirtschaft und Arbeitsschutz zuständige Minister fest. Vor allem die Routine sei der Feind der Waldarbeiter: „Routine führt schnell zur Vernachlässigung der Gefahren und zur Nichtbeachtung von Unfallverhütungsvorschriften. Wir legen mit Blick auf unsere Mitarbeiter großen Wert auf Arbeitssicherheit. Sicherheit geht für uns immer vor wirtschaftlichen Interessen. Regelungen und Vorschriften, die für eigenes Personal gelten, gelten aber auch im selben Umfang für beauftragte Unternehmen und deren Mitarbeiter."

Um die Arbeitssicherheit im Wald weiter zu erhöhen, will der Minister Lohnunternehmen verpflichten, nach einer noch festzulegenden Übergangsfrist für ihre Mitarbeiter einen „Europäischen Motorsägen-Führerschein" vorzulegen. „Diese Regelung betrifft allerdings nicht die Brennholzselbstversorger. Für sie bleibt es beim verpflichtenden Motorsägen-Lehrgang wie bisher." Jost hält die Forderung nach einem europäischen Ausbildungsstandard für Lohnunternehmen für sinnvoll: „Immer mehr Lohnunternehmer, die in unserem Auftrag Holz ernten, beschäftigen Arbeiter aus Osteuropa. Der Ausbildungsstand dieser Waldarbeiter kann auf Grundlage der vorgelegten Zertifikate in polnischer oder rumänischer Sprache von uns nicht immer zweifelsfrei beurteilt werden. Wir wollen aber sicher sein, dass diejenigen, die im saarländischen Wald Bäume fällen, nach einheitlich hohen und vergleichbaren Standards zu Werke gehen."

Zudem soll zur Durchführung entsprechender Lehrgänge in der Waldarbeitsschule des SaarForst in Eppelborn ein so genannter mobiler Spannungssimulator (Kosten zwischen 25.000 und 35.000 Euro) angeschafft werden. Mit Hilfe eines Spannungssimulators können gefährliche Situationen, etwa nach Windwurf, bei der Aufarbeitung von unter Spannung stehendem Holz trainiert werden.
Unternehmern werden darüber hinaus an der Waldarbeitsschule und der mobilen Waldbauernschule in Eppelborn individuell abgestimmte Schulungen angeboten.

Zugleich werden Oberste Forstbehörde und SaarForst den Kontrolldruck verstärken. Revierleiter und Forstwirtschaftsmeister sind angehalten, die Arbeitssicherheit bei Holzerntemaßnahmen noch öfter als bisher schon zu überprüfen. Sind offensichtliche Schwächen bei der Arbeitssicherheit zu erkennen, werden Mitarbeiter privater Dienstleister auch zu Nachschulungen an die Waldarbeitsschule verwiesen.

Im Falle eines Verstoßes gegen Unfallverhütungs-Vorschriften und Arbeitssicherheit drohen Sanktionen:

• Mit Schreiben des SaarForst-Betriebsleiters vom 03.Dezember 2015 wurde folgendes Vorgehen verbindlich festgelegt: „Werden bei Arbeiten im Wald Verstöße gegen eine Unfallverhütungs-Vorschrift von einem Mitarbeiter des SaarForst festgestellt, so sind die Arbeiten unverzüglich einzustellen. Die Arbeiten dürfen an diesem Tag nicht fortgesetzt werden. Dies gilt auch gegenüber den Mitarbeitern des SaarForst, deren ausgefallene Arbeitsstunden an diesem Tag nicht entlohnt werden."

• Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des SaarForst-Landesbetriebes für die Ausführung von Forstarbeiten sehen bei der Nichteinhaltung wesentlicher Arbeitsschutzbestimmungen eine Vertragsstrafe von 150,00 € / Mitarbeiter / Fall vor.
Sofern Gefahr im Verzuge ist oder dies zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung erforderlich ist, ist die sofortige Einstellung der Arbeiten und gegebenenfalls Kündigung des Vertrages durch den Auftraggeber möglich.
• Bei gravierenden Verstößen des Unternehmers oder seiner Mitarbeiter gegen die einschlägigen Unfallverhütungsvorschriften, ist eine fristlose Kündigung des Vertrages durch den Auftraggeber möglich. Ein Anspruch auf Ersatz der entgangenen Gewinne oder sonstiger Entschädigungszahlungen besteht nicht.

Das Land hat zur Verbesserung der Arbeitssicherheit bereits im vergangenen Jahr zusätzlich zur Gestellung der persönlichen Schutzausrüstung der SaarForst-Mitarbeiter (jährlich ca. 85.000 Euro) spezielle Mobilfunkgeräte (Kommunikations- und Notrufgerät „KuNo") angeschafft (ca. 70.000 Euro), damit jederzeit im Falle eines Unfalls ein Notruf abgesetzt werden kann.
Seit Ende Oktober dürfen bei SaarForst außerdem nur noch Drei-Mann-Rotten bei der Holzernte eingesetzt werden, um im Bedarfsfall schnelle Hilfe sicherzustellen.
Jost: „Die Zahl der Arbeitsunfälle lag im letzten Jahr auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Dies sehe ich als Beleg für die gute Arbeit im SaarForst-Landesbetrieb."

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Jahr der Wälder 2011
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